50plus-x Tipp - 24.05.2016 - Mittelstand schätzt ältere Mitarbeiter/innen

Der demografische Wandel verändert auch die Arbeitswelt in Deutschland. Im Mittelstand ist mittlerweile mehr als ein Fünftel der Beschäftigten über 54 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter verändern sich Stärken, Schwächen und Bedürfnisse der Beschäftigten.
Die KFW hat analysiert, wie die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) diese Veränderungen einschätzen und welchen Stellenwert die Generation 50plus-x im Betrieb hat. Fazit: Sie genießen zwischenzeitlich wieder eine große Wertschätzung.

Mittelständiche Unternehmen bauen vor allem auf die Zuverlässigkeit, Erfahrung und Offenheit auf Neues ihrer älteren Mitarbeiter/innen: 62 bzw. 56 Prozent sehen die ältere Belegschaft diesbezüglich im Vorteil gegenüber den jüngeren Beschäftigten. Dass ältere Mitarbeiter/innen weniger belastbar sind, hält die Mehrheit für ein Vorurteil. Nur 17 Prozent der Mittelständler/innen sehen das so, während mehr als die Hälfte Defiziten bei der Belastbarkeit widerspricht.

Der demografische Wandel und die Verknappung des Erwerbspersonenpotentials werden ältere Mitarbeiter/innen weiter in den Vordergrund rücken. Zur strategischen Fachkräftesicherung gehört es immer mehr, ältere Mitarbeiter/innen länger und produktiv im Unternhemen zu halten. Arbeitsabläufe und -bedingungen müssen angepasst werden, etwa durch altersgerechte, ergomanische Gestaltung von Arbeitsplätzen, betriebliche Weiterbildung und Gesundheitsförderung. Der Mittelstand steht bei diesem Thema noch am Anfang. Nur 17 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen haben bereitsMaßnahmen umgesetzt, um ältere Beschäftigte länger zu halten, weitere 28 Prozent
haben Pläne und stehen in den Startlöschern.

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